Wer als Muslim Kollagenpulver kaufen will, steht vor einem Problem, das den wenigsten Anbietern bewusst ist: Auf der Packung steht meistens nur „Kollagenhydrolysat" oder „Kollagenpeptide". Von welchem Tier das Kollagen stammt und wie dieses Tier geschlachtet wurde, erfährt man in vielen Fällen nicht.
Das Wichtigste in Kürze
- Kollagen ist nicht automatisch halal – entscheidend sind Tierart und Schlachtmethode
- Der Großteil des in Europa verarbeiteten Kollagens stammt vom Schwein
- „Vom Rind" bedeutet nicht „halal" – ohne zertifizierte Schlachtung fehlt die Grundlage
- Seit 2021 gibt es mit OIC/SMIIC 22 einen eigenen Halal-Standard für Speisegelatine
- Halal heißt nicht „ohne Betäubung" – reversible Betäubung ist bei vielen Standards zulässig
- Veganes Kollagen existiert nicht – solche Produkte enthalten Aminosäuren, kein Kollagen
- Prüfbar wird eine Zertifizierung erst durch Prüfstelle, Registriernummer und Geltungsbereich
Ist Kollagen halal oder haram?
Kollagen ist weder pauschal halal noch pauschal haram. Entscheidend sind zwei Fragen: von welchem Tier das Kollagen stammt und wie dieses Tier geschlachtet wurde.
Kollagen vom Schwein ist nach islamischem Verständnis nicht zulässig. Kollagen vom Rind stammt von einem grundsätzlich erlaubten Tier – halal ist es aber erst dann, wenn die Schlachtung nach islamischen Vorgaben erfolgt ist und sich das lückenlos belegen lässt. Fehlt dieser Nachweis, bleibt die Tierart allein ohne Aussagekraft.
Damit ist die eigentliche Frage beim Kauf nicht „Rind oder Schwein?", sondern: Kann der Anbieter belegen, was er behauptet?
Woraus wird Kollagen hergestellt?
Kollagen für Nahrungsergänzung und Lebensmittel wird aus tierischem Bindegewebe gewonnen – überwiegend aus Haut und Knochen von Schwein und Rind, seltener aus Fisch oder Geflügel.
Die Mengenverhältnisse sind deutlich: Weltweit entfallen rund 46 Prozent des Gelatine-Rohstoffs auf Schweineschwarte, etwa 29 Prozent auf Rinderhaut und rund 23 Prozent auf Knochen.[1] Für Europa wird der Großteil der Kollagene aus Schweineschwarte gewonnen.[2] Wer gezielt Rind sucht, sucht also gegen den Markt.
Kollagenhydrolysat wird aus demselben Ausgangsmaterial hergestellt wie Gelatine – nur weiter aufgespalten, damit es sich auch in kalten Getränken löst. Die Rohstofffrage ist bei beiden Produkten dieselbe.
Die Verbraucherzentrale rät deshalb ausdrücklich, bei Kollagenprodukten besonders auf die Kennzeichnung zu achten, wenn man Erzeugnisse vom Schwein vermeiden möchte – weil der Großteil der Kollagene aus Schweineschwarte gewonnen wird.[2]
Warum steht die Tierart oft nicht auf der Packung?
Weil sie in vielen Fällen nicht angegeben werden muss. Die Kennzeichnung von Lebensmitteln ist EU-weit in der Lebensmittel-Informationsverordnung (LMIV), Verordnung (EU) Nr. 1169/2011, geregelt.[3] Eine allgemeine Pflicht, bei Gelatine oder Kollagen die Tierart zu nennen, enthält sie im Regelfall nicht.
Die Verbraucherzentrale hält fest: Wer wissen möchte, von welcher Tierart die verwendete Gelatine stammt, dem bleibt meist nur die Nachfrage beim Hersteller. Manchmal wird die Herkunft freiwillig in der Zutatenliste genannt.[4]
Eine Ausnahme gilt für Fisch: Fischerzeugnisse gehören zu den kennzeichnungspflichtigen Allergenen und müssen deshalb genannt werden.[4]
Für dich heißt das: Ein Produkt, auf dem die Tierart nicht steht, ist nicht automatisch vom Schwein – aber es ist eben auch nicht nachweislich vom Rind. Fehlende Angabe ist keine Aussage.
Ist Kollagen ein Schlachtabfall?
Nein. Die EU-Hygieneverordnung regelt das ausdrücklich: Rohstoffe für Gelatine und Kollagen müssen von Tieren stammen, die in einem Schlachthof geschlachtet, der Schlachttieruntersuchung unterzogen und nach der Fleischuntersuchung für genusstauglich befunden wurden.[5] Es handelt sich um dieselben Tiere, deren Fleisch im Handel verkauft wird.
Der Begriff „Abfall" trifft die Sache auch inhaltlich nicht. Haut, Knochen und Bindegewebe waren über Jahrhunderte selbstverständlicher Bestandteil der Ernährung – als Brühe, Sülze, Aspik. Erst die moderne Lebensmittelindustrie hat den Verzehr auf das Muskelfleisch verengt. Kollagen und Gelatine sind eine Rückkehr zur vollständigen Verwertung des Tieres, nicht die Verwertung eines Reststoffs.
Wie unterscheidet sich halal Kollagen von herkömmlichem Kollagen?
Der Unterschied liegt nicht im Molekül, sondern im Herstellungsweg. Halal-zertifiziertes Kollagen unterscheidet sich von konventionellem Kollagen in drei Punkten: der Tierart, der Schlachtmethode und der Trennung der Produktion.
Tierart: Ausgeschlossen ist Schwein – vollständig, auch als Beimischung oder Verarbeitungshilfsstoff.
Schlachtmethode: Die Schlachtung muss nach islamischen Vorgaben erfolgen. Der maßgebliche internationale Standard ist OIC/SMIIC 1:2019, die allgemeine Anforderungsnorm für halal Lebensmittel des Normungsinstituts der Organisation für Islamische Zusammenarbeit.[6] Für Speisegelatine hat dasselbe Institut 2021 mit OIC/SMIIC 22 einen eigenen Standard veröffentlicht, der Anforderungen und Prüfmethoden speziell für diesen Rohstoff festlegt.[7]
Trennung der Produktion: Anlagen, die auch Schweinerohstoff verarbeiten, müssen vor einer Halal-Charge gereinigt und freigegeben werden. Ohne dokumentierte Trennung ist die Zertifizierung nicht haltbar.
Wichtig zu wissen: Einen einzigen weltweit anerkannten Halal-Standard gibt es nicht. Die Anforderungen unterscheiden sich zwischen Zertifizierungsstellen und Ländern – etwa bei der Frage, ob eine reversible Betäubung vor dem Schnitt zulässig ist.[6] Wer es genau wissen will, prüft, nach welchem Standard zertifiziert wurde.
Wird für halal Kollagen ohne Betäubung geschlachtet?
In den meisten Fällen nicht. Halal bedeutet nicht automatisch „ohne Betäubung" – ein Missverständnis, das sich hartnäckig hält. In Deutschland findet religiöses Schlachten heute in weit größerem Umfang mit Betäubung statt als ohne, und Fleisch aus solchen Verfahren wird für den islamischen Markt halal-zertifiziert.[8]
Rechtlich ist die Betäubung der Regelfall, nicht die Ausnahme. Die EU-Verordnung (EG) Nr. 1099/2009 schreibt in Artikel 4 vor, dass Tiere vor der Tötung betäubt werden müssen; Absatz 4 enthält eine eng gefasste Ausnahme für religiöse Riten.[9] In Deutschland konkretisiert § 4a Tierschutzgesetz dies: Ein warmblütiges Tier darf grundsätzlich nur betäubt geschlachtet werden. Ausnahmegenehmigungen sind zwar möglich, werden von den Behörden aber sehr streng geprüft und nur selten erteilt.[10]
Was reversible Betäubung bedeutet
Die islamische Anforderung lautet nicht „unbetäubt", sondern: Das Tier muss zum Zeitpunkt des Schnitts leben. Genau hier setzt die reversible Betäubung an – meist eine Elektrokurzzeitbetäubung. Sie führt zur Bewusstlosigkeit, tötet das Tier aber nicht; Herzschlag und Kreislauf bleiben erhalten. Das Tier lebt also beim Schnitt und ist gleichzeitig empfindungslos.
Deshalb erkennen zahlreiche Halal-Zertifizierungsstellen dieses Verfahren an. Andere Standards lassen keinerlei Betäubung zu. Einen einheitlichen weltweiten Maßstab gibt es an dieser Stelle nicht – die Anforderungen unterscheiden sich zwischen Zertifizierungsstellen und Ländern.
Das macht auch den Begriff „Schächten" missverständlich. Er ist im deutschen Recht als „Schlachten ohne Betäubung" definiert, beschreibt die heutige Praxis aber nur noch teilweise. Das EU-Forschungsprojekt DIALREL empfiehlt daher, stattdessen von „religiösem Schlachten" zu sprechen und das Betäubungsverfahren jeweils zu benennen – etwa „religiöse Schlachtung in reversibler Betäubung".[8]
Beide Verfahren stehen und fallen mit der Ausführung
Hier lohnt sich Ehrlichkeit in beide Richtungen, weil das Thema meistens einseitig diskutiert wird.
Auch die konventionelle Betäubung ist nicht fehlerfrei. Bei der industriellen Rinderschlachtung muss je nach Studie zwischen rund einem und zwölf Prozent der Tiere nachbetäubt werden, weil der erste Bolzenschuss nicht oder nicht tief genug gewirkt hat: Eine Untersuchung der Fleischforschung Kulmbach referiert aus der Literatur 4 bis 9 Prozent und misst selbst 0,9 bis 5,7 Prozent,[11] eine europäische Erhebung kommt auf 12,5 Prozent.[12] Die Ursachen sind fast immer praktischer Natur: ein ungenauer Ansatzpunkt am Schädel, unzureichende Fixierung, verschlissene Geräte, Zeitdruck an der Linie.
Umgekehrt hängt bei einer Schlachtung ohne Betäubung alles an Schnittführung, Messerschärfe und ruhiger Fixierung. Wird sauber gearbeitet, tritt die Bewusstlosigkeit rasch ein. Wird unsauber gearbeitet, dauert es länger.
Die ehrliche Einordnung lautet deshalb: Entscheidend ist nicht das Etikett auf dem Verfahren, sondern wie sorgfältig gearbeitet wird – Schulung des Personals, Taktgeschwindigkeit, tierärztliche Kontrolle, dokumentierte Nachbetäubung. Ein gut geführter Betrieb mit religiöser Schlachtung kann tierschutzgerechter arbeiten als ein schlecht geführter konventioneller Betrieb, und umgekehrt.
Was du als Käufer fragen kannst
Wenn dir dieser Punkt wichtig ist – in die eine oder die andere Richtung – dann ist das eine legitime Frage an jeden Anbieter:
- Wird der Rohstoff aus Schlachtung mit oder ohne Betäubung gewonnen?
- Falls mit Betäubung: welches Verfahren?
- Nach welchem Halal-Standard wurde zertifiziert, und wie steht dieser Standard zur Betäubung?
- Stehen die Schlachtbetriebe unter tierärztlicher Kontrolle?
Ein Anbieter, der diese Fragen nicht beantworten kann, kennt seine eigene Lieferkette nicht gut genug. Für unser eigenes Sortiment beantworten wir sie weiter unten – und zwar produktweise, weil die Antwort je nach Herkunft unterschiedlich ausfällt.
Woran erkenne ich echtes halal Kollagen?
An drei nachprüfbaren Angaben – nicht am Siegel auf der Vorderseite. Ein Halal-Logo ohne diese drei Angaben ist eine Grafik, kein Nachweis.
- Name der Zertifizierungsstelle. Wer hat geprüft? Eine Stelle ohne Namen ist keine Prüfung.
- Registrier- oder Zertifikatsnummer. Ohne Nummer lässt sich nichts nachschlagen.
- Gültigkeitszeitraum. Halal-Zertifikate laufen befristet und müssen erneuert werden. Ein abgelaufenes Zertifikat ist wertlos.
Dazu kommt ein vierter Punkt, den die meisten übersehen: der Geltungsbereich. Zertifiziert wird nicht die Marke, sondern das einzelne Produkt. Ein Anbieter kann zu Recht ein Halal-Zertifikat führen und trotzdem Produkte im Sortiment haben, die davon nicht erfasst sind. Frag nach, welche Artikel im Zertifikat namentlich aufgeführt sind.
Und schließlich: Lass dir das Zertifikat zeigen. Ein Anbieter, der es auf Nachfrage nicht im Original vorlegt, hat entweder keins oder eines, das die Prüfung nicht überstehen würde.
Ist Fischkollagen automatisch halal?
Nein – auch wenn Fisch nach den meisten islamischen Rechtsauffassungen als unbedenklich gilt und keine rituelle Schlachtung erfordert. Der Rohstoff ist bei Fischkollagen also seltener das Problem.
Kritisch sind die Punkte danach: Kapselhüllen bestehen häufig aus Gelatine, die ihrerseits vom Schwein stammen kann. Trägerstoffe, Aromen und Verarbeitungshilfsstoffe unterliegen denselben Fragen. Und in einer Anlage, die auch Schweinerohstoff verarbeitet, gelten dieselben Anforderungen an Reinigung und Trennung wie bei Rind.
Der Grundsatz bleibt derselbe: Zertifizierung schlägt Tierart. Ein zertifiziertes Rinderprodukt ist nachprüfbar, ein nicht zertifiziertes Fischprodukt nicht.
Gibt es veganes Kollagen?
Nein. Kollagen ist ein tierisches Strukturprotein; Pflanzen bilden kein Kollagen. Die Verbraucherzentrale stellt klar, dass veganes oder Pflanzen-Kollagen nicht existiert.[2]
Produkte, die als „veganes Kollagen" verkauft werden, enthalten in der Regel eine Mischung aus Aminosäuren wie Glycin, Prolin, Hydroxyprolin und L-Lysin, teils ergänzt um Vitamin C oder Zink.[2] Das sind Bausteine, kein Kollagen. Wer aus religiösen Gründen sucht, kommt an dieser Stelle also nicht weiter – die Alternative zu nicht zertifiziertem Kollagen ist zertifiziertes Kollagen, nicht ein pflanzliches Ersatzprodukt.
Welcher Kollagentyp steckt in halal Kollagen?
Kollagen aus Rinderhaut enthält überwiegend die Typen I und III. Typ II kommt fast ausschließlich im Knorpelgewebe vor und wird für Nahrungsergänzung meist aus Hühnerknorpel gewonnen.
Wer also gezielt Typ II sucht, findet ihn in einem Rinderkollagen nicht – unabhängig davon, ob es halal-zertifiziert ist oder nicht. Wer Typ I und III sucht, ist bei Rind richtig.
Ein hochwertiges Produkt nennt beides offen: die Tierart und den Typ. Wo weder das eine noch das andere auf der Packung steht, fehlt die Grundlage für eine informierte Entscheidung.
Gibt es halal Kollagen bei dm, Rossmann oder in der Apotheke?
Das Angebot ist überschaubar. Nach unserer Marktbeobachtung (Stand September 2026) dominieren im Drogeriehandel konventionelle Kollagenpulver ohne Angabe der Tierart – und ohne Halal-Zertifizierung. Ein Produkt, das im Regal steht und keine Zertifizierungsangaben trägt, ist nicht halal, auch wenn es von einer bekannten Marke stammt.
In Apotheken und über Apothekenversender finden sich einzelne zertifizierte Kollagenprodukte, meist im höheren Preissegment. Der Großteil der halal-zertifizierten Kollagenpulver in Deutschland wird jedoch von spezialisierten Anbietern direkt vertrieben – schlicht weil die Zielgruppe zu klein ist, als dass sich eine breite Regalplatzierung für den Handel rechnen würde.
Praktisch heißt das: Vor Ort wirst du selten fündig. Der Vergleich lohnt sich online – und dort gelten die vier Prüfpunkte aus dem Abschnitt oben.
Welche Anbieter gibt es in Deutschland?
Der Markt für halal-zertifiziertes Kollagen in Deutschland ist klein und wird von einer Handvoll spezialisierter Marken bedient. Wir nennen bewusst keine Rangliste – die Anforderungen unterscheiden sich je nachdem, welchen Halal-Standard du als Maßstab nimmst.
Sinnvoller ist ein eigener Vergleich anhand von vier Fragen:
- Welche Zertifizierungsstelle hat geprüft, und nach welchem Standard?
- Ist die Zertifikatsnummer angegeben und das Zertifikat einsehbar?
- Welche Produkte deckt das Zertifikat namentlich ab?
- Werden Herkunft des Rohstoffs, Verarbeitungsland und Abfüllung offengelegt?
Wer alle vier Fragen beantwortet, hat nichts zu verbergen. Wer bei einer davon ausweicht, sagt damit auch etwas.
Unser Halal Kollagen
Das halal-zertifizierte Sortiment von Animal Based ist durch die m-haditec GmbH in Bremen zertifiziert, Registriernummer 150527haevoey, gültig vom 16. Mai 2026 bis zum 15. Mai 2027.
Das Zertifikat umfasst vier Produkte namentlich: Halal Kollagen Peptide, Knochenbrühe Pulver, Rindergelatine Pulver und den Beef Tallow Balm. Unser Bio-Knochenbrühe-Konzentrat ist beim Rohstoff ebenfalls zertifiziert, die Abfüllung jedoch noch nicht – deshalb führen wir es hier bewusst nicht als vollständig zertifiziert auf.
Herkunft und Schlachtverfahren im Einzelnen
Die Antwort fällt bei uns je nach Produkt unterschiedlich aus – deshalb hier getrennt:
Halal Kollagen Peptide und Rindergelatine Pulver: Der Rohstoff stammt von Weiderindern aus der Türkei, die Verarbeitung erfolgt in der Schweiz. Die Halal-Zertifizierung des Rohstoffs erfolgt nach dem OIC/SMIIC-Standard – also nach jener Norm, die die Anforderungen an die Schlachtung verbindlich festlegt und die zulässigen Betäubungsverfahren im Detail regelt. Die Schlachtbetriebe stehen unter tierärztlicher Kontrolle.
Knochenbrühe Pulver und Beef Tallow Balm: Diese Rohstoffe stammen aus der EU. Die Schlachtung erfolgt hier mit vorheriger Betäubung. Wenn dir dieser Punkt wichtig ist, sind das die Produkte, bei denen wir dir eine eindeutige Antwort geben können.
Jede Charge wird zusätzlich in einem akkreditierten deutschen Labor auf Mikrobiologie und Schwermetalle geprüft – die Prüfberichte sind öffentlich einsehbar und lassen sich über die Chargennummer auf deiner Packung zuordnen.
Wer sich für die verwandte Frage bei Gelatine interessiert: Wir haben sie in einem eigenen Beitrag beantwortet – Rindergelatine kaufen: Warum auf der Packung selten steht, von welchem Tier sie stammt.
Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Die einzigen in der EU zugelassenen gesundheitsbezogenen Angaben sind im EU-Register für nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben geführt. Aussagen zu möglichen Wirkungen, die dort nicht gelistet sind, geben den Stand der Forschung wieder und sind keine zugelassenen Health Claims.
Quellen
- Rather, J. A. et al. (2022): A comprehensive review on gelatin: Understanding impact of the sources, extraction methods, and modifications on potential packaging applications. Food Packaging and Shelf Life 34, 100945. doi.org/10.1016/j.fpsl.2022.100945
- Verbraucherzentrale Bundesverband (Stand 16.01.2025): Kollagendrinks für die Schönheit – Beauty aus der Büchse? verbraucherzentrale.de
- Europäisches Parlament und Rat (2011): Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 (LMIV), Anhang II Nr. 4 (Fisch, mit Ausnahmen für Fischgelatine) und Anhang VII Teil B Nr. 17. Konsolidierte Fassung vom 01.04.2025. eur-lex.europa.eu
- Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern: Von welchem Tier stammt Gelatine? verbraucherzentrale-mv.eu
- Europäisches Parlament und Rat (2004): Verordnung (EG) Nr. 853/2004, Anhang III Abschnitt XIV Kap. I (Gelatine) und Abschnitt XV Kap. I (Kollagen) – zulässige Rohstoffe und Genusstauglichkeit. Konsolidierte Fassung vom 15.02.2023. eur-lex.europa.eu
- Standards and Metrology Institute for Islamic Countries (2019): OIC/SMIIC 1:2019 General Requirements for Halal Food. smiic.org
- Standards and Metrology Institute for Islamic Countries (2021): OIC/SMIIC 22:2021 Halal Edible Gelatine – Requirements and Test Methods. smiic.org
- Caspar, J.; Luy, J. (Hrsg.) (2010): Tierschutz bei der religiösen Schlachtung / Animal Welfare at Religious Slaughter. Nomos, Baden-Baden, ISBN 978-3-8329-4898-6. refubium.fu-berlin.de
- Rat der Europäischen Union (2009): Verordnung (EG) Nr. 1099/2009 über den Schutz von Tieren zum Zeitpunkt der Tötung, Art. 4 Abs. 1 und 4. eur-lex.europa.eu
- § 4a Tierschutzgesetz (TierSchG). gesetze-im-internet.de
- Dörfler, K.; Troeger, K.; Lautenschläger, R.; Lücker, E. (2013): Bewertung verschiedener Bolzenschuss-Betäubungsapparate beim Rind. Mitteilungsblatt Fleischforschung Kulmbach 52, Nr. 200, 113–124. openagrar.de
- Atkinson, S.; Velarde, A.; Algers, B. (2013): Assessment of stun quality at commercial slaughter in cattle shot with captive bolt. Animal Welfare 22(4), 473–481. doi.org/10.7120/09627286.22.4.473
Weiterführende Rechtsgrundlagen und Literatur
- Nakyinsige, K. et al. (2013): Stunning and animal welfare from Islamic and scientific perspectives. Meat Science 95(2), 352–361. doi.org/10.1016/j.meatsci.2013.04.006 (PMID 23747629)
- León-López, A. et al. (2019): Hydrolyzed Collagen – Sources and Applications. Molecules 24(22), 4031. doi.org/10.3390/molecules24224031
Quellen zuletzt geprüft am .

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